Es war 1890. Der 24jährige Siegmund Paul Meyer verläßt seine Geburtsstadt Nürnberg. Als junger Kaufmann tritt er eine Stelle in einem Bayreuther Keramikbetrieb an.
Sechs Jahre später schlägt er den Weg in die Selbstständigkeit ein. Er kauft die gutgehende Porzellanmalerei und Glashandlung Georg Bauer.
Drei Jahre führt der junge Unternehmer mit 20 Mitarbeitern die Malerei erfolgreich. Die Nachfrage wächst und Siegmund Paul Meyer wagt den nächsten Schritt:
Er gründet eine Porzellanfabrik. Rund 100 Beschäftigte arbeiten an den zwei Rundöfen der Fabrik. Bis zum Jahr 1906 wächst die Belegschaft auf 200 Mitarbeiter an. Die Meyerschen Spezialprodukte sind gefragt. Das feuerfeste Koch- und Backgeschirr „Walküre“ ist eine echte und begehrte Spezialität. Zu 75 Prozent werden die Waren weltweit exportiert.
Und noch eins macht die Porzellanfabrik einzigartig: Siegmund Paul Meyer ist ein sozial engagierter Arbeitgeber. Arbeiterwohnungen werden errichtet, bereits 1910 bezahlter Urlaub gewährt und Absauganlagen reduzieren die Gesundheitsgefährdungen an den Arbeitsplätzen.